Worte für den Februar 2012
Was das Schöne an unserm Glauben ist, dass er nicht eingleisig ausgerichtet ist, sondern alle Facetten unseres Lebens erfasst. Grundtenor unseres Glaubens ist die Freude, die Freude, dass wir in die Gemeinschaft mit Gott, unserm Heiland – „der unser bruchstückhaftes Leben zu einem Ganzen heil machen möchte“ – berufen sind. Aber wir wissen auch um unsere Begrenztheit, um unsere Kleinlichkeit und manchmal um unsere innere Zerrissenheit. Auch das gehört zu uns und dazu können wir stehen, aber immer in dem Bemühen, es zu ändern.
Im Februar wird dies mit der Faschingszeit und der beginnenden Fastenzeit deutlich.
Die Faschingszeit, in der wir einfach ausgelassen sein dürfen. Wo wir uns ungestraft auch über den anderen lustig machen dürfen, weil das im Rahmen einer gutgemeinten Kritik geschieht, einer Kritik, die eben auch mich selbst nicht ausnimmt. Unsere Senioren tun das am Mittwoch, den 15. Februar in gemeinsamer Faschingsrunde. Um 8.30 Uhr treffen sich die Jecken zuerst einmal in unserer Kirche.
Die Fastenzeit kann uns helfen, diese gut gemeinte Kritik aufzugreifen und uns helfen, manches zu verändern. Wenn uns das gelingt, dann ist es eine fruchtbringende Fastenzeit. So beginnen wir die Fastenzeit am Aschermittwoch um 17.00 Uhr mit der Schüler- und um 18.30 Uhr mit der Abendmesse. An diesem Tag empfangen wir das Aschenkreuz. Es ist Mahnung an uns, dass unser Leben vergänglich, begrenzt ist, und das wir nicht erst morgen oder übermorgen mit den Veränderungen beginnen sollen, sondern jetzt, heute schon.
Neben dieser Mahnung dürfen wir uns vor allem darüber freuen, dass wir erlöst – losgelöst von unserer Schuld und Begrenztheit – werden und das tun wir an jedem Sonntag im Gottesdienst um 8.00 und um 10.00 Uhr.
In diesem Sinne wünsche ich ihnen eine ausgelassene Faschingszeit und das am Aschermittwoch nicht alles vorbei ist, sondern der Neuaufbruch gelingt.
Ihr Pfr. Clemens Wörl
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